dername.de | Infos zum Thema Domainname und E-Mail-Adresse

Diese Webseite ist eine Nebenseite der Webpräsenz webdesign-ruhr.de.
Sie dient der Information bezüglich der Wahl eines geeigneten Domainnamens für das jeweilige Webprojekt.

Der richtige Name: Domain und E-Mail

Um eines vorweg zu nehmen: die eierlegende Wollmilch-Sau gibt es bei der Wahl des Domainnamens eigentlich nicht. Der Name kann ein Kunstwort (wie z.B. "wion") oder ein generischer Begriff (z.B. "Musik") sein. Nur eines sollte im Vorfeld klar sein: den Domainnamen, den man zu einer dauerhaften Marke ausbauen kann wie z.B. Google, behält man in der Regel für viele Jahre. Es sollte also ein Name gewählt werden, mit dem man sich über einen längeren Zeitraum identifizieren kann.

Kunstwort als Domainname

Als ich Mitte der 1990er Jahre mein Solo-Musik-Projekt startete, hatte ich anfangs noch gar keinen Namen für das Projekt. Dieses "Problem" gibt es nicht nur bei Musikbands, sondern häufig auch bei bestehenden und neuen Firmen, die eine eigene Homepage ins Internet stellen wollen. Wenn man sich mit der Firmenbezeichnung "Elektro Müller" arrangiert, ist der Domainname eigentlich schon gefunden, vorausgesetzt, die Domain elektro-mueller.de ist noch nicht von Dritten registriert.

Anfangsbuchstaben als Inspiration

Möchte man jedoch einen anderen Namen für seinen Handel, seine Dienstleistung oder gar sein Produkt kreieren, ist - wie bei einem Bandnamen - Phantasie angesagt. Im Fall meines Soloprojektes stand Kommissar Zufall zur Seite: obwohl ich gebürtiger Bochumer bin und mit der Stadt Berlin so ziemlich überhaupt nichts am Hut habe, sagte ich zu jener Zeit in gewissen Situationen "weeß ick och nich", also "weiß ich auch nicht" im Berliner Dialekt. Irgendwann schrieb ich mir diese Worte nebeneinander auf, markierte die Anfangsbuchstaben und heraus kam: wion.
Im Zeitraum von 1998 bis 2014 nutzte ich also den Namen "wion" für meine eigene Musik. Schön wäre es gewesen, wenn im Jahr 1998 die Domain wion.de noch frei gewesen wäre, aber das war sie leider nicht. Ich überlegte mir eine Alternative und entschied mich kurz darauf für die Domain wion-beats.de, die auch heute noch online ist.

Mischung aus mehreren Wörtern

Ein Kunstname muss natürlich nicht zwingend aus den Anfangsbuchstaben einer Satzphrase gebildet werden, es kann z.B. auch eine Mischung aus mehreren Wörtern sein, wie z.B. "Distrance". Dieses Wort setzt sich aus den beiden Worten "Distance" und "Trance" zusammen und war eine zeitlang der Name eines Nebenprojektes von mir.
Die Aussage dahinter war: Abstand zu gewinnen (Distance), um gewissermaßen in Trance zu gelangen, um neue Kräfte zu sammeln.

Sonstige Begriffe

Die Möglichkeiten, ein Kunstwort zu bilden, sind aber grenzenlos. Lassen Sie Ihren Gedanken freien Lauf, streuen Sie vielleicht auch mal fremdsprachige Wörter ein. Das muss nicht immer Englisch sein, denn gerade in exotischen oder skandinavischen Begriffen steckt z.B. eine Menge Potenzial für eine gute Idee.

Generischer Begriff als Domainname

Zu den generischen Begriffen zählen u.a. Wörter, die das Produkt oder die Dienstleistung direkt beschreiben, z.B. Auto oder Hausarzt oder Elektriker oder auch Thunfisch. Nur werden Sie leider feststellen, dass die "besten" Domainnamen bereits seit langer Zeit von Dritten registriert sind.

Zusatzbegriffe

Insbesondere, wenn Ihre Praxis oder Firma eher lokal oder regional handelt, bietet sich der Land-, Stadt- oder Kreisname als Zusatz an. So setzt sich z.B. der Domainname meiner Einzelfirma aus dem generischen (englischsprachigen) Begriff "Webdesign" und der Region, in der ich meine Dienstleistungen als Webdesigner anbiete, zusammen: dem Ruhrgebiet. So registrierte ich die Domain webdesign-ruhr.de, die sowohl meine Dienstleistung als auch meinen "Aktionsradius" benennt.

Aber auch das Verwenden von mehreren Begriffen in Zusammenhang mit Bei- oder Verhältniswörtern kann zu einem "wirkungsvollen" Domainnamen führen. So hat sich z.B. eine meiner Kundinnen, Frau Dr. Marwinski in Bochum, ihres Zeichens Zahnärztin, auf Patienten mit Angst vor der Zahnbehandlung spezialisiert. Statt also z.B. die Domain zahnarzt-marwinski.de oder ähnliches zu wählen, entschied sie sich für den Domainnamen angstfrei-zum-zahnarzt.de.

Geschüttelt oder gerührt

Selbstverständlich gibt es auch viele weitere Möglichkeiten, einen geeigneten Domainnamen zu finden. Manchmal macht es eben die Mischung aus. Je nachdem, wieviele Informationen im Domainnamen vorkommen sollen, kann man auch den Firmennamen und den Ort zusammen verwenden, wie z.B. mueller-bochum.de. Wiederum macht auch die Art der Dienstleistung im Zusammenspiel mit der Lokalität durchaus Sinn, wie z.B. obsthandel-bochum.de. Und auch wenn der Domainname recht lang würde, kann der Domainname auch mal Firmennamen, Branche und Ort vereinen, wie z.B. convivo-musik-bochum.de.

Dadurch werden alle wichtigen Elemente sichtbar im Domainnamen aufgeführt, was natürlich etwas sperrig sein kann. Hierzu bietet sich eine zusätzliche Kurzdomain an, die man z.B. in Kleinanzeigen-Blättern kostensparend einsetzen kann. Im Fall von Convivo Musik Bochum leitet die Kurzdomain cmbo.de auf die Haupt-Domain weiter.

Domainankauf

Viele gute Domainnamen werden nicht wirklich genutzt, sondern auf Domain-Marktplätzen geparkt und zum Verkauf angeboten. So kann man z.B. über die Plattform sedo.de herausfinden, ob die Domain zum Verkauf steht. Je nach Begriff, Bedeutung und Beliebtheit schwanken die Preise jedoch zwischen 100 EUR und teils mehreren Hunderttausend Euro. Aber auch andere Domainnamen werden zwar genutzt, doch die Webpräsenz dümpelt so vor sich hin. Der Webseitenbetreiber hat dann vielleicht kein Interesse mehr an seinem Online-Auftritt. Manchmal sind sich die Domaininhaber auch nicht bewusst, welchen wert die Domain hat. Hier bietet es sich bei Bedarf an, den Domaineigentümer zu kontaktieren, ob die Domain käuflich zu erwerben ist.

Sie sollten sich vor dem Kauf einer Domain allerdings Gedanken machen um Kosten und Nutzen. Hier spielt sicher auch Ihr Budget eine Rolle: ist die Domain das wert? Wie hole ich die Kosten wieder rein?

Vorsicht: Markenrecht

Vor dem Kauf oder Registrierung einer Domain sollte man sicherstellen, dass man keine Markenrechte verletzt. Insbesondere große Firmen verstehen da überhaupt keinen Spaß und schicken schneller eine Abmahnung mit Unterlassungserklärung sowie die Aufforderung zur Domainlöschung, als einem lieb sein kann.
Was aber nicht heißt, dass "kleinere" Firmen nicht reagieren, wenn sie sich in ihrem (Marken-) Recht verletzt fühlen. Grundsätzlich rate ich dringend davon ab, Markennamen im eigenen Domainnamen unterbringen zu wollen. Bei Unsicherheit, ob eine bestimmte Domain registriert werden darf, beispielsweise, weil Sie eine Autowerkstatt für BMW-Fahrzeuge haben, rate ich zur Kontaktaufnahme mit dem Markeninhaber. Dieser wird Ihnen sicherlich freundlich antworten, was erlaubt ist und was nicht.

Domainregistrierung

Hat man sich für einen Domainnamen entscheiden, ist man eventuell aber immer noch nicht ganz am Ziel. Nicht nur, dass die Schreibweise von Wörtern unterschiedlich sein kann, so hat die eine oder andere Domain vielleicht eine zweifelhafte Vergangenheit.

Domains mit schlechtem Ruf

Nicht jeder Domainname, der schon einmal registriert war, hat eine blütenweise Weste. Manch eine Webpräsenz missbrauchte den Namen vielleicht für illegale Zwecke, z.B. als Tauschbörse. Es gibt aber auch andere Gründe, warum eine Domain "schlecht" sein kann. Zum Beispiel dann, wenn sie Statuten der Suchmaschinen missachtet hat und somit aus dem Index gefallen ist. Das muss nicht zwangsweise heißen, dass der Domainname für immer wertlos ist. Man kann der Domain auch wieder zu einem guten Namen verhelfen, was aber etwas Arbeit und Ausdauer benötigt.

Ob die Domain eine bewegte Vergangenheit hat, ist unter Umständen schwierig herauszufinden. Wenn der betreffende Domainname noch im Index der Suchmaschinen zu finden ist, können Sie den Domainname mithilfe der Suchmaschine Ihres Vertrauens suchen. Auch der Internet-Service von archive.org (Wayback Machine) kann Aufschluss über die Vergangenheit liefern, sofern die betreffende Webpräsenz das Archivieren der Inhalte seinerzeit nicht geblockt hatte.

Mit und ohne Bindestrich

Ob Sie sich für den Domainnamen mit oder ohne Bindestrich entscheiden, ist eigentlich relativ egal. Die Domain mit Bindestrich ist bisweilen leichter zu lesen, so u.a. auch bei der Auflistung der Suchergebnisse in den Suchmaschinen. Dagegen können Domainnamen ohne Bindestrich einfacher geschrieben werden, nicht zuletzt mit der Tastatur eines Smartphones. Im Gegensatz zu den USA, wo die Schreibweise ohne Bindestrich bevorzugt wird, ist es in Deutschland durchaus üblich, den Domainnamen inklusive Bindestrich zu nutzen, so wie ich es auch bei webdesign-ruhr.de tue.

Wenn beide Domain-Varianten (mit und ohne Bindestrich) noch frei oder käuflich sind, rate ich dringend dazu, auch beide Varianten zu registrieren. Welche Domain dann die "Haupt-Domain" wird und welche dann als Zusatzdomain (und Weiterleitung auf die Haupt-Domain) fungiert, ist im Endeffekt reine Geschmackssache.
In meinem Fall besaß ich zunächst die Domain webdesign-ruhr.de, also mit Bindestrich. Später registrierte ich auch noch webdesignruhr.de, also ohne Bindestrich, sowie später noch wdruhr.de als zusätzliche Kurzdomain. Während ich webdesign-ruhr.de als Haupt-Adresse für meinen Online-Auftritt ausgewählt hatte, leiten die beiden anderen Domains auf die Haupt-Domain weiter.

Gemüsehandel oder Gemuesehandel: Umlaut-Domains

Ich denke, auch hier ist es Geschmackssache. Es ist durchaus möglich, dass manche "gute" Domainnamen mit Umlauten (noch) frei registrierbar sind, aber hier würde ich abwägen. Abgesehen von markenrechtlichen Aspekten sehe ich die bloße Registrierung einer Umlaut-Domain für nicht geeignet an, wenn der gleiche Domainname ohne Umlaut bereits von Dritten genutzt wird. Die Verwechselungsgefahr ist schlicht zu groß.
Sollten aber beide Varianten, also z.B. gemüsehandel-bochum.de und gemuesehandel-bochum.de, frei verfügbar sein, rate ich auch hier zur Registrierung von beiden Domainnamen. Dieses vermindert die Gefahr von Verwechselungen, und es beruhigt, wenn Sie jemand fragt: "mit ue oder mit ü?" und Sie ganz lässig antworten können: "ist egal, kannst beides nehmen!".

.de oder .com oder neue Domainendung?

Wenn Sie Ihre Produkte und Dienstleistungen ausschließlich regional oder im deutschsprachigen Raum anbieten, bietet sich die Verwendung einer .de Domain an. Unter Umständen kann man auch auf die Endung .com ausweichen. Beide Endungen, also .de und .com sind in der deutschen Gesellschaft sehr bekannt und akzeptiert, bei anderen Domainendungen, wie z.B. .eu oder .biz, sieht man schon mal fragende Blicke.

Ebenso verhält es sich mit den unendlich vielen neuen Domainendungen wie .xyz, .photo oder .ruhr. Meiner Erfahrung nach schreiben viele Menschen hinter die "echte" Domainendung, also z.B. www.dot.ruhr, automatisch noch die Endung ".de". Einfach, weil sie es so gewohnt und die neuen Domain-Endungen (nTLD) noch nicht in aller Munde sind.
Dabei will ich die neuen Domains gar nicht pauschal verteufeln! Ob sie jetzt alle Sinn machen, darf gerne bezweifelt werden. Jedoch gibt es bei vielen neuen Endungen noch unheimlich viele "gute" freie Domainnamen, die man unter den Top-Level-Domains (TLD) wie .de und .com nicht mehr bekommen könnte.

Auch hier sollte man von Fall zu Fall abwägen, ob eine neue Domainendung in Betracht käme. Im Grunde spricht meiner Meinung nach nichts dagegen, für seine im Ruhrgebiet beheimatete Firma die Domainendung ".ruhr" zu wählen. Insbesondere dann, wenn der Domainname unter den anderen, bekannten Endungen bereits von Dritten genutzt wird.

E-Mail-Adresse

Wenn die Domain endlich gefunden ist und die Webseite kurz vor der Veröffentlichung im Internet steht, bietet sich das Anlegen einer passenden E-Mail-Adresse an.
Meiner Meinung nach ist es professioneller und unabhängiger, eine zur Domain passende E-Mail-Adresse zu nutzen. Hierbei muss es nicht zwingend die Adresse info@dername.de sein. Für eine Arztpraxis eignet sich als Haupt-Adresse z.B. auch praxis@dername.de, für den Geschäftsführer einer Schreinerei etwa auch meister@dername.de.

Exklusivität

Die Nutzung von E-Mail-Adressen innerhalb der eigenen Domain bietet viele Freiheiten. Grundsätzlich sind Sie so unabhängig von (Free-) Mail-Anbietern, denn auch bei einem Domain-Umzug zu einem neuen Hoster behalten Sie diese Adressen. Insbesondere für verschiedene Abteilungen einer Firma können explizite E-Mail-Adressen vergeben werden, wie z.B. buchhaltung@dername.de, produktion@dername.de oder bewerbung@dername.de.

Selbstverständlich profitieren auch Mitarbeiter von ihrer eigenen, firmenbezogenen E-Mail-Adresse; Vorausgesetzt natürlich, Sie beschäftigen weitere Mitarbeiter. Hier bieten sich Adressen wie mustermann@dername.de oder max.mustermann@dername.de an.

GMX, T-Online und Co.

Wenn Sie bereits seit vielen Jahren eine (oder mehrere) E-Mail-Adresse(n) für Ihre geschäftliche Korrespondenz nutzen, müssen Sie diese nicht zwingend ad acta legen. Liegen wichtige Gründe für Sie vor, Ihre Mail-Adresse à la "unsere-firma-in-bochum@t-online.de" weiterhin zu nutzen, dann tun Sie das bitte auch. Bedenken Sie bitte, dass mit jedem E-Mail-Schreiben auch die Bekanntheit Ihres Domainnamens steigt, zumindest bei Ihren Kommunikationspartnern. Denn der Name Ihrer Domain befindet sich stets auch innerhalb der E-Mail-Adresse.

Als Kompromiss rate ich Ihnen grundsätzlich, zumindest eine Mail-Adresse unter Ihrer Domain (z.B. info@dername.de) anzulegen und diese an die bestehende Adresse bei GMX, Web.de oder T-Online weiterzuleiten. Dann verhält es sich allerdings so, dass Sie Antworten auf E-Mail-Anfragen von Ihrer "alten" Adresse versenden, also von "unsere-firma-in-bochum@t-online.de" statt von "info@dername.de".

Auf Ihrer Homepage (z.B. auf der Kontaktseite oder im Impressum) sollten Sie dann stets die E-Mail-Adresse unter Ihrer Domain angeben, also z.B. info@dername.de.